Die ARD/ZDF Onlinestudie ist erschienen (>>click)
Besonders interessant, das Fazit des Web 2.0 Abschnitts:
Per Definition ist es der „Mitmachgedanke“, der den Unterschied ausmacht zwischen Web 2.0 und Web 1.0. Doch in welchem Umfang wird wirklich „mitgemacht“, wie viele Onliner steuern tatsächlich nutzergenerierte Inhalte bei? Die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie zeigen: Der Anteil der User, die Web-2.0-Angebote aktiv nutzen, indem sie beispielsweise Beiträge für Wikipedia verfassen oder Videos bei YouTube einstellen, ist noch immer sehr gering im Vergleich zum Anteil derer, die diese Angebote passiv nutzen. Lediglich 6 Prozent der Wikipedia-Nutzer haben schon einmal selbst einen Beitrag verfasst.
Zwar wächst der Anteil derer, die Beiträge zur Verfügung stellen und damit die Möglichkeiten desWeb 2.0 aktiv nutzen, nicht nennenswert – er nimmt aber auch nicht ab. Die aktiven Nutzer des Web 2.0 scheinen sich demnach nicht daran zu stören, der Mehrheit Content zur Verfügung zu stellen, ohne dafür eine Gegenleistung zu bekommen, sondern aus ihrer Beteiligung einen (mehr oder weniger konkreten) Mehrwert zu ziehen. Communitys können sich hingegen nicht über zu wenig aktive Beteiligung beklagen – es wird eifrig kommentiert, hochgeladen und geposted, was zur Folge hat, dass die Diskrepanz zwischen passiver und aktiver Nutzung um einiges geringer ist als im Falle der zuvor betrachteten Web-2.0-Anwendungen. Eine Besonderheit von (privaten) Communitys ist sicherlich, dass sich viele Nutzer innerhalb der sozialen Netzwerke persönlich kennen – in der Regel besteht die Liste derer, mit denen man sich austauscht, aus Freunden und Bekannten aus dem „wahren Leben“. Dies dürfte einen Einfluss auf die Bereitschaft haben, selbst aktiv zu werden.
Darüber hinaus bieten Communitys ihren Mitgliedern zahlreiche Möglichkeiten zur Kommunikation, was sich insbesondere bei den bis 39-Jährigen bereits in einer im Vergleich zu vorher geringeren Nutzung der E-Mail-Funktion bemerkbar macht. Die E-Mail- bzw. die Nachrichtenfunktion ist aber nicht die einzige Webanwendung, die Bestandteil von Communityangeboten ist. Alle großen Netzwerke bieten ihren Nutzern mittlerweile die Mög-lichkeit, eigene Fotoalben anzulegen, und treten somit in Konkurrenz zu originären Fotocommunitys.
Facebook ermöglicht zudem das Einstellen von Videos – sowohl von eigenen als auch von solchen, die von Videoplattformen wie YouTube aus verlinkt und innerhalb von Facebook (embedded) gestartet und angesehen werden können. Durch die Möglichkeit, Links zu Artikeln, Bildern und Videos anderer Internetseiten zu setzen und durch Angebote wie den „Buschfunk“ von StudiVZ, der es den Usern ermöglicht, alle Kontakte jederzeit wissen zu lassen, wo man gerade ist und was man gerade tut, (6) kann jedes Mitglied innerhalb seines Onlinenetzwerkes einen eigenen kleinen Weblog führen. Es gibt demnach Anlass zur Vermutung, dass private Netzwerke nicht nur die klassische E-Mail-Funktion, sondern zunehmend auch weitere Web-2.0-Anwendungen wie YouTube, Weblogs usw. in sich vereinen werden. Zu beobachten bleibt darüber hinaus, wie sich die Internetnutzung der aktuell unter 30-Jährigen mit fortschreitendem Alter entwickeln wird, ob ihre Nutzung von Onlinecommunitys und Videoportalen wie YouTube zurückgeht oder auf hohem Niveau bleibt. Dahinter steht die Frage: Wird die Relevanz von Web-2.0-Anwendungen vom Alter bestimmt oder doch eher von der Generationszugehörigkeit? Immerhin lässt sich bei den heutigen Teens und Twens, den so genannten Digital Natilichkeit, eigene Fotoalben anzulegen, und treten somit in Konkurrenz zu originären Fotocommunitys. Facebook ermöglicht zudem das Einstellen von Videos – sowohl von eigenen als auch von solchen, die von Videoplattformen wie YouTube aus verlinkt und innerhalb von Facebook (embedded) gestartet und angesehen werden können. Durch die Möglichkeit, Links zu Artikeln, Bildern und Videos anderer Internetseiten zu setzen und durch Angebote wie den „Buschfunk“ von StudiVZ, der es den Usern ermöglicht, alle Kontakte jederzeit wissen zu lassen, wo man gerade ist und was man gerade tut, (6) kann jedes Mitglied innerhalb seines Onlinenetzwerkes einen eigenen kleinen Weblog führen. Es gibt demnach Anlass zur Vermutung, dass private Netzwerke nicht nur die klassische E-Mail-Funktion, sondern zunehmend auch weitere Web-2.0-Anwendungen wie YouTube, Weblogs usw. in sich vereinen werden.
Zu beobachten bleibt darüber hinaus, wie sich die Internetnutzung der aktuell unter 30-Jährigen mit fortschreitendem Alter entwickeln wird, ob ihre Nutzung von Onlinecommunitys und Videoportalen wie YouTube zurückgeht oder auf hohem Niveau bleibt. Dahinter steht die Frage: Wird die Relevanz von Web-2.0-Anwendungen vom Alter bestimmt oder doch eher von der Generationszugehörigkeit? Immerhin lässt sich bei den heutigen Teens und Twens, den so genannten Digital Natives, eine Habitualisierung im Umgang mit Web- 2.0-Anwendungen feststellen. Es ist also durchaus vorstellbar, dass sie ihre diesbezüglichen Gewohnheiten auch in weitere Lebensphasen transferieren und dort beibehalten. Oder wird das Engagement in sozialen Netzwerken und Videoplattformen letztlich doch mit dem Eintritt ins Berufsleben zurückgehen?
Guter Blogpost, siehe dazu auch unser Interview mit der Leiterin der Studie:
http://gutjahr.biz/blog/2009/08/die-perfekte-welle/
Kannst Du auch gerne selbst auf die Seite embedden wenn Du magst.
Gruss aus München
[...] Response auf meinen Post zum Erscheinen der ARD/ZDF Onlinestudie machte Richard Gutjahr mich aufmerksam auf sein Interview mit Birgit van Eimeren, Leiterin der [...]